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Und wieder möchte ich Mut machen … Mut, zu den eigenen Wünschen/Bedürfnissen zu stehen.

Folgende Situation:
Ich hatte einen Vollzeitjob angenommen.

Anfangs war ich unsicher, ob der Job und die Umgebung zu mir passen. Ich habe abgewartet und für mich überlegt, was anders sein müsste, damit es sich für mich stimmiger anfühlt.

Wenn ich eine Arbeit annehme, gehe ich dort mit meinem ganzen Herzen und Engagement rein.
Ich prüfe, ob mein Herz bei dieser Sache ist.
Ist es das nicht, gehe ich aus der Situation – aus dem Job – wieder raus.

Ich weiß von mir, dass ich viel Zeit für mich selber brauche … einfach Zeit zum Geniessen.
Zeit, um den schönen Blick von meinem Balkon in mich aufzunehmen oder die Umgebung zu erkunden.

Bei einer 5-Tage-Arbeitswoche kriege ich das nicht hin.
Da bin ich innerhalb der Woche abends einfach zu platt.
Und zwei Wochenendtage reichen mir für das Geniessen nicht aus

Also hatte ich die Idee, ich gehe mit der Stundenzahl runter und mache eine 4-Tage-Arbeitswoche.

Interessant war jetzt folgendes:
Fast alle, denen ich davon erzählt habe, waren voller Sorge.

Gedankenmuster wie dieses hier:
Du hast hier nach relativ kurzer Zeit einen Vollzeitjob bekommen. Du musst dankbar dafür sein und darfst deshalb keine Forderungen (Wünsche) stellen.

Und ich war wieder am staunen.
Wer sagt denn sowas?
Warum soll das so sein?
Wer legt das fest?

Wenn ich das glaube, füge ich mich dem und nehme es als Wahrheit an.

Aber es ist nicht meine Wahrheit.

Also bat ich um einen Termin beim Chef, um mit ihm über meine Wünsche zu reden.

Im Sekretariat gab ich als Thema an:
„Rückblick/Ausblick/Wünsche“

Man schaute mich dort mit großen Augen an und sagte zu mir:
Hier wird nichts gewünscht … und das Wort *Wünsche* wurde aus dem Betreff gestrichen.

Jetzt ist es so …
Ich hatte ein sehr offenes, entspanntes Gespräch mit dem Chef. Ich habe meine Wünsche vorgebracht und sie wurden alle akzeptiert.

Ich mache die Erfahrung, wenn ich wirklich kompromisslos für MICH einstehe … dann findet sich immer ein Weg.